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Der Verein und das Konzept

HAUS MIGNON

Institut für ambulante Heilpädagogik und Frühförderung
Träger ist Haus Mignon — Heilpädagogisch-therapeutische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des entwicklungsgestörten Kindes gemn. e.V. Hamburg. Der Verein nahm 1976 seine Arbeit auf, um eine ambulante Behandlung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder und Jugendlicher aufzubauen und Formen einer anthroposophisch orientierten Frühförderung zu entwickeln.

Heilpädagogische Frühförderung

Frühförderung ist mobile und ambulante Hilfe für Kinder zwischen 0 und 6 Jahren mit Entwicklungsverzögerungen, Störungen in der Sensorik, Motorik und Sprache und ist Hilfe für Eltern mit behinderten, schwerstbehinderten und von Behinderung bedrohten Kindern und Kleinkindern.
Frühförderung findet ein- bis zweimal wöchentlich in der gewohnten Umgebung des Kindes statt; von Geburt an bis zur Aufnahme in eine andere ambulante Maßnahme, in einen integrativen Kindergarten oder eine Schule.

Im Laufe der Jahre sind im HAUS MIGNON zusätzliche Bereiche und Projekte mit erweiterten Aufgabenstellungen realisiert worden:

HAUS MIGNON Kindergarten

Integrative Gruppe

Durch die gemeinsame Erziehung in unserer Integrationsgruppe sollen das Anerkennen unterschiedlicher Befähigungen, emotionale Beziehungen und das gegenseitige Unterstützen entwickelt und aufgebaut werden.
Die Förderung der Integrationskinder wird als ganzheitlicher Prozess verstanden, bei dem Entwicklungsschritte angeregt und nachgeholt werden.

Heilpädagogische Gruppe

In dieser Gruppe werden Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter betreut und gefördert, die aufgrund ihrer Behinderung in einer großen Integrationsgruppe mit ca. 20 Kindern überfordert wären. Im geschützten Rahmen dieser kleinen Gruppe mit 8 Kindern können erste soziale Kontakte angebahnt werden. Gute personelle Besetzung ermöglicht eine intensive und individuelle Förderung.

KINDERHAUS MIGNON

Familienorientiertes Wohnen für Kinder und Jugendliche
Das KINDERHAUS MIGNON bietet seit 1995 in zwei Lebensgemeinschaften Hilfen zur Erziehung für acht Kleinkinder, Kinder und Jugendliche an. Von Behinderung bedrohte, sozial gefährdete und gesunde Kinder leben zusammen in einer Familie und besuchen die umliegenden Schulen und Kindergärten. Unter bestimmten Voraussetzungen können zusätzliche Förderungen, wie z.B. therapeutische Betreuung oder Einzelbeschulung im HAUS MIGNON wahrgenommen werden.

Fortbildung und Beratung im HAUS MIGNON

Fachseminare

Hier werden von geschulten und erfahrenen Mitarbeitern aus dem HAUS MIGNON verschiedene Themenbereiche der heilpädagogischen, anthroposophischen Ausbildung und Weiterbildung angeboten, zur Fortbildung von Lehrern, Erziehern, und Therapeuten im HAUS MIGNON oder in den Einrichtungen.

Elternschule

Hier sollen Eltern gemeinsam mit ihren behinderten Kindern im Bereich Erziehung, Alltag und Zukunftsvorstellungen unterstützt und begleitet werden, z.B. in Mutter-Kind-Kreisen, Familienseminaren usw.

Systemische Beratung

Elternberatung/Erziehungsberatungen sowie pädagogische Beratung in Krippen und Kindergärten.

Integrative Ferienfreizeiten

Ein- bis zweimal im Jahr bietet HAUS MIGNON für 9 Kinder im Alter von 4-10 Jahren eine integrative Ferienfreizeit an. Die Kindergruppe wird von zwei Mitarbeitern aus dem HAUS MIGNON und einem Praktikanten betreut. Viele individuelle heilpädagogische Schwerpunkte können beim gemeinsamen Erleben in der Natur, beim Spielen, Musizieren, dem Zubereiten der Mahlzeiten, Abwaschen, Anziehen usw. ganz selbstverständlich in den Tagesablauf integriert werden. Für viele Eltern bieten die Freizeiten die Möglichkeit, die Verantwortung und Sorge für ihr (behindertes) Kind abzugeben und die Zeit für eigene Bedürfnisse und Erholung zu nutzen.
Neben diesen heilpädagogischen Gesichtspunkten hat die Zeit aber auch Feriencharakter für die Kinder: Sie verbringen wunderschöne Tage in einer ruhigen, den kindlichen Bedürfnissen entsprechenden Umgebung. Sie haben viel Spaß bei Wanderungen, Schwimmen, Singen, am Lagerfeuer und bei Gruppenspielen.

In den Hamburger Sommerferien bietet HAUS MIGNON vierzehntägige, integrative Segelfreizeiten auf dem Segelschiff FORTUNA für 15 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren an.
Die Gruppe fährt mit zwei Mitarbeitern aus dem Haus Mignon und ein oder zwei Praktikanten ab dem Liegeplatz der FORTUNA in Kiel oder Kappeln.

Von dort geht die Fahrt dann mit einem Skipper und 2 bis 4 Stammbesatzungsmitgliedern je nach Wetterlage und Fahrtziel zu den schönsten Inseln, Stränden und Häfen der Ostsee. Unterwegs wird gebadet, geangelt, geankert und wilde Inseln erkundet, in Häfen festgemacht und Landausflüge oder Fahrradtouren unternommen.
Und stehen die Eltern zum Abholen an der Pier, wird gefragt: »Waren das wirklich schon zwei Wochen?«

MIGNON SEGELSCHIFFAHRT E.V.

wurde im Herbst 1992 gegründet und fördert seitdem therapeutische, integrative, pädagogische und soziale Jugend- und Erwachsenenarbeit auf dem Traditionssegelschiff FORTUNA.

MIGNON SEGELSCHIFFAHRT wendet sich vornehmlich an therapeutische Einrichtungen, Sonderschulen, Integrationsklassen und andere integrative Projekte, aber auch an Schulen, Vereine und Jugendliche, ihre Freunde und Familien, die als Einzelne oder als Gruppe (bis zu 20 Personen) gemeinsam eine Seereise gestalten und auf einem Großsegler segeln möchten. Außerdem steht das Schiff als Ausbildungs- oder Seminarstätte mit Unterkünften zur Verfügung.

Mitsegler bei der Sicherheitseinweisung an Bord

Mitsegler bei der Sicherheitseinweisung an Bord

Das Mindestalter (ohne Begleitung der Eltern) beträgt zwölf Jahre. Auch Klassenfahrten können auf der FORTUNA durchgeführt werden. Der ehemalige Laderaum hat eine Größe von sieben mal fünf Meter und bietet sich unter anderem gut als Arbeits- und Unterrichtsraum an.

Die Stammbesatzung der FORTUNA besteht aus einem Schiffsführer, der mit ehrenamtlichen Helfern, jeweils ein bis zwei erfahrenen Wachführern und einem Maschinisten sowie evtl. ein bis zwei Schiffsleuten, die seemännische und technische Betreuung während der Fahrt übernimmt. Die Mitsegler übernehmen bei den Arbeiten an den Segeln feste Aufgaben und stellen in ihren drei Wachen zusätzlich die Versorgung der gesamten Schiffsbesatzung sicher.

Die normalerweise ein- bis zweiwöchigen Törns führen von der holsteinischen Küste rund Dänemark, aber auch nach Südschweden, Polen und Mecklenburg-Vorpommern.

Von etwa Mitte September bis Ostern liegt die FORTUNA in Hamburg. Hier wird sie von der Stammbesatzung, Jugendlichen und Freunden des Schiffes gepflegt.

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